Was kostet ein makler und wer übernimmt die provision wirklich

Kommen wir gleich zur Sache: Was kostet ein Makler eigentlich? Wer in Berlin eine Immobilie kauft oder verkauft, stößt unweigerlich auf die Maklerkosten, die sich hier üblicherweise auf 7,14 % des Kaufpreises belaufen. Doch keine Sorge, seit einer Gesetzesänderung werden diese Kosten fair geteilt. In der Regel zahlt also jede Partei – Käufer wie Verkäufer – 3,57 %.
Die Maklerkosten in Berlin im Detail

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, sich eine Eigentumswohnung in Berlin zuzulegen, sind die Maklergebühren ein entscheidender Posten bei den Kaufnebenkosten. Sie zu verstehen, ist der Schlüssel für eine solide Finanzplanung. Denn es geht nicht nur um eine simple Prozentzahl – dieser Betrag beeinflusst Ihre Gesamtinvestition spürbar.
Früher lastete die Provision in der Hauptstadt oft allein auf den Schultern des Käufers. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei.
Die faire 50/50-Teilung als neuer Standard
Der Wendepunkt kam am 23. Dezember 2020. An diesem Tag trat das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten“ in Kraft und sorgte seitdem für deutlich mehr Fairness und Transparenz auf dem Immobilienmarkt.
Die Kernbotschaft des Gesetzes ist simpel und einleuchtend: Wenn ein Makler für beide Seiten – also Käufer und Verkäufer – arbeitet, müssen die Kosten auch von beiden geteilt werden.
Für Sie als Käufer bedeutet das eine erhebliche finanzielle Erleichterung. Der Verkäufer ist nun direkt an den Kosten für eine erfolgreiche Vermittlung seiner Immobilie beteiligt. In Berlin hat sich die marktübliche Provision bei 7,14 % des Kaufpreises (inkl. 19 % MwSt.) eingependelt, wovon Käufer und Verkäufer jeweils die Hälfte, also 3,57 %, tragen.
Diese Gebühren kommen natürlich noch zum reinen Kaufpreis hinzu und dürfen bei der Budgetplanung auf keinen Fall unter den Tisch fallen. Behalten Sie also immer die gesamten Anschaffungskosten im Blick. Um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, was eine Eigentumswohnung insgesamt kostet, haben wir einen detaillierten Leitfaden für Sie zusammengestellt.
Damit Sie die wichtigsten Zahlen sofort parat haben, hier eine schnelle Übersicht der Maklerprovision in Berlin.
Maklerkosten in Berlin auf einen blick
Diese Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen zur Maklerprovision für eine Eigentumswohnung in Berlin zusammen.
| Kennzahl | Wert | Beschreibung |
|---|---|---|
| Gesamtprovision (brutto) | 7,14 % | Der marktübliche Gesamtsatz, der die 19 % Mehrwertsteuer bereits enthält. |
| Anteil des Verkäufers | 3,57 % | Seit 2020 zahlt der Verkäufer fair die Hälfte der Provision. |
| Anteil des Käufers | 3,57 % | Als Käufer tragen Sie somit ebenfalls nur noch die Hälfte der Kosten. |
| Gesetzliche Grundlage | §§ 656a-d BGB | Diese Paragrafen regeln die hälftige Teilung beim Kauf von selbstgenutztem Wohnraum. |
Mit diesem Wissen sind Sie bestens vorbereitet und können die Maklerkosten von Anfang an realistisch in Ihre Kalkulation einbeziehen.
Wie die Maklerprovision berechnet wird

Die Maklerprovision ist weit mehr als nur eine Prozentzahl. Man muss sie als reines Erfolgshonorar verstehen. Heißt im Klartext: Der Makler bekommt sein Geld nur, wenn seine Arbeit tatsächlich zu einem notariell beurkundeten Kaufvertrag führt.
Dieses Prinzip ist ein fairer Schutz für beide Seiten. Platzt der Deal, egal aus welchem Grund, fallen für die Vermittlungsleistung keine Kosten an. Erst die Tinte unter dem Notarvertrag löst den Anspruch auf die Provision aus.
Grundlage für die Berechnung ist immer der im Notarvertrag festgehaltene Kaufpreis der Immobilie. Zusätzliche Absprachen, wie etwa die Übernahme von Möbeln, bleiben bei der Provisionsberechnung außen vor – es sei denn, im Maklervertrag wurde explizit etwas anderes vereinbart.
Das erfolgsprinzip als grundlage
Man kann sich die Maklerprovision wie eine Prämie für einen erfolgreichen Abschluss vorstellen. Der Makler geht dabei komplett in Vorleistung. Er investiert Zeit, sein Fachwissen und natürlich auch Geld in die Vermarktung, in Besichtigungen und Verhandlungen. Damit trägt er das volle wirtschaftliche Risiko.
Dieser Einsatz wird erst dann belohnt, wenn Käufer und Verkäufer den Kaufvertrag unterschrieben haben und dieser rechtskräftig ist. Die Kosten sind also direkt an den Erfolg geknüpft und werden erst fällig, wenn das Geschäft unter Dach und Fach ist.
Gut zu wissen: Der Anspruch auf die Provision entsteht mit dem Abschluss des Kaufvertrags. Fällig wird die Zahlung dann zu dem im Vertrag oder auf der Rechnung genannten Zeitpunkt – üblicherweise wenige Tage nach dem Notartermin.
Rechenbeispiel für eine wohnung in berlin
Um die Frage „Was kostet ein Makler?“ greifbar zu machen, schauen wir uns ein konkretes Beispiel an. Nehmen wir eine typische Eigentumswohnung in Berlin mit einem Kaufpreis von 500.000 €. Die übliche Gesamtprovision liegt hier, wie schon erwähnt, bei 7,14 % inklusive Mehrwertsteuer.
So setzen sich die Kosten zusammen:
Gesamte Bruttoprovision:
- 500.000 € (Kaufpreis) * 7,14 % = 35.700 €
- In diesem Betrag ist die gesetzliche Mehrwertsteuer bereits enthalten.
Aufteilung der Kosten:
- Käufer und Verkäufer teilen sich diese Summe fair auf.
- 35.700 € / 2 = 17.850 €
Kosten pro Partei:
- Der Käufer zahlt einen Anteil von 3,57 %, was 17.850 € entspricht.
- Der Verkäufer zahlt ebenfalls einen Anteil von 3,57 %, was 17.850 € entspricht.
Dieses einfache Beispiel zeigt, wie die Kostenteilung in der Praxis funktioniert und welche Summe Sie als Käufer bei Ihrer Finanzierung als Kaufnebenkosten einplanen sollten.
Brutto vs. netto: worauf sie achten müssen
Ein Punkt, der oft für Verwirrung sorgt, ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoprovision. In manchen Angeboten oder Gesprächen fällt nur der Nettosatz. Hier ist Vorsicht geboten, denn auf diesen Betrag kommt immer noch die Mehrwertsteuer obendrauf.
Die gesetzliche Mehrwertsteuer liegt in Deutschland aktuell bei 19 %. Die in Berlin üblichen 7,14 % sind bereits ein Bruttowert, der diese Steuer beinhaltet. Die reine Netto-Provision beträgt 6,0 %.
Schauen wir uns das wieder an unserem Beispiel an:
| Berechnungsschritt | Formel | Ergebnis |
|---|---|---|
| Nettoprovision (gesamt) | 500.000 € * 6,0 % | 30.000 € |
| Mehrwertsteuer (19 %) | 30.000 € * 19 % | 5.700 € |
| Bruttoprovision (gesamt) | 30.000 € + 5.700 € | 35.700 € |
| Bruttoanteil pro Partei | 35.700 € / 2 | 17.850 € |
Achten Sie also bei allen Vereinbarungen und Verträgen genau darauf, ob von Brutto- oder Nettobeträgen die Rede ist. Ein seriöser Makler wird die Provision immer als Bruttowert ausweisen, um für volle Transparenz zu sorgen. Mit diesem Wissen können Sie jede Abrechnung sicher nachvollziehen und die finalen Kosten korrekt einschätzen.
Wer die Maklerkosten trägt und was das neue Gesetz bedeutet
Die Frage „Was kostet ein Makler?“ ist eng damit verknüpft, wer diese Kosten am Ende eigentlich bezahlt. Über Jahre hinweg war die Antwort für Immobilienkäufer in Berlin ziemlich ernüchternd: In den allermeisten Fällen haben sie die komplette Provision allein gestemmt. Der Verkäufer hat den Makler beauftragt, aber die Rechnung wurde einfach an den Käufer weitergereicht.
Das war nicht nur eine erhebliche finanzielle Belastung, sondern fühlte sich für viele auch schlicht unfair an. Diese Praxis hat den Einstieg in den Immobilienmarkt unnötig erschwert, gerade für Menschen, die ein Zuhause für sich selbst suchten, und die Kaufnebenkosten in die Höhe getrieben. Zum Glück hat der Gesetzgeber hier Handlungsbedarf erkannt.
Eine kleine Revolution: Die Kostenteilung seit 2020
Der 23. Dezember 2020 war ein echter Wendepunkt auf dem deutschen Immobilienmarkt. An diesem Tag ist das „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ (§§ 656a bis 656d BGB) in Kraft getreten. Es hat die einseitige Belastung der Käufer beendet und ein faireres System eingeführt.
Die wichtigste Regel ist dabei ganz einfach: Wenn ein Makler für beide Seiten – also Käufer und Verkäufer – arbeitet, müssen sich auch beide die Provision teilen. Der Anteil des Käufers darf dabei niemals höher sein als der des Verkäufers. Damit ist die hälftige Teilung zur neuen Norm geworden.
Für den Berliner Markt, wo eine Gesamtprovision von 7,14 % lange üblich war, ist das eine massive Erleichterung. Anstatt der vollen 7,14 % zahlen Käufer jetzt nur noch maximal 3,57 %. Das hat die finanzielle Hürde beim Immobilienkauf spürbar gesenkt und für deutlich mehr Transparenz gesorgt.
Dieses Gesetz gilt gezielt für den Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an Privatpersonen. Es soll also genau die Menschen schützen, die eine Immobilie für den Eigenbedarf kaufen.
Drei Wege, wie die Kosten verteilt werden können
Das neue Gesetz gibt vor, wie die Maklerkosten je nach Vertragsgestaltung aufgeteilt werden. In der Praxis haben sich vor allem drei Modelle durchgesetzt:
Die Doppelprovision (der Regelfall): Der Makler schließt sowohl mit dem Verkäufer als auch mit dem Käufer einen Vertrag. Er vertritt also die Interessen beider Seiten. Hier ist die 50/50-Teilung der Provision gesetzlich zwingend. In Berlin ist das heute das mit Abstand häufigste Modell.
Einer zahlt, der andere erstattet: Der Verkäufer schließt allein den Maklervertrag und verpflichtet sich, die volle Provision zu zahlen. Im Kaufvertrag kann er sich dann aber einen Teil der Kosten – maximal die Hälfte – vom Käufer zurückholen. Das ist in der Praxis seltener, aber rechtlich möglich.
Die reine Innenprovision: Hier beauftragt und bezahlt der Verkäufer den Makler komplett allein. Für den Käufer fallen dann gar keine Provisionskosten an. Dieses Modell findet man oft bei sehr gefragten Objekten oder bei Bauträgern, die ihr Angebot für Käufer besonders attraktiv machen wollen.
Wo die Regel nicht greift
Wichtig zu wissen: Diese Regelung gilt nicht für jedes Immobiliengeschäft. Die Pflicht zur Kostenteilung greift nur, wenn der Käufer eine Privatperson ist, also als Verbraucher handelt. Es gibt klare Ausnahmen:
- Gewerbeimmobilien: Beim Kauf von Büros, Ladenlokalen oder anderen gewerblichen Objekten kann die Provision nach wie vor frei verhandelt werden.
- Grundstücke: Auch unbebaute Grundstücke fallen nicht unter das neue Gesetz.
- Mehrfamilienhäuser: Wer ein ganzes Zinshaus als Kapitalanlage kauft, wird nicht als Verbraucher eingestuft.
- Der Käufer ist Unternehmer: Wenn der Käufer im Rahmen seiner gewerblichen Tätigkeit handelt, gelten die neuen Schutzparagrafen ebenfalls nicht.
Seit der Einführung der fairen Kostenteilung hat sich der Berliner Immobilienmarkt deutlich käuferfreundlicher entwickelt. Diese Neuregelung spart Eigennutzern und auch Investoren – beispielsweise bei Projekten von D&H – erhebliche Summen. Musste ein Käufer früher die vollen 7,14 % schultern, sind es heute nur noch maximal 3,57 %. An einer Beispielrechnung für eine Wohnung im Wert von 300.000 Euro wird der Unterschied klar: Die Belastung sinkt von 21.420 Euro auf nur noch 10.710 Euro. Mehr zur Entwicklung der Maklerprovisionen in Deutschland erfahren Sie auf FTD.de.
Ein blick auf die maklerkosten in anderen bundesländern
Wer die Frage „Was kostet ein Makler?“ wirklich verstehen will, muss über den Tellerrand Berlins hinausschauen. Die Hauptstadt mag mit ihrer üblichen Gesamtprovision von 7,14 % am oberen Ende der Skala liegen, doch die Landschaft der Maklergebühren in Deutschland ist alles andere als einheitlich. Diese regionalen Unterschiede zu kennen, ist Gold wert – egal, ob Sie einen Umzug planen, überregional investieren oder einfach nur die Marktdynamik besser einschätzen möchten.
Die Kostenstrukturen sind von Bundesland zu Bundesland gewachsen und oft von der lokalen Nachfrage und langjährigen Marktgepflogenheiten geprägt. Während sich in Berlin und vielen anderen Bundesländern ein fester Satz durchgesetzt hat, gibt es anderswo flexiblere Spannen, die mehr Raum für Verhandlungen lassen.
Provisionssätze im bundesweiten vergleich
Der Berliner Satz von 7,14 % ist zwar hoch, aber kein Einzelfall. In den meisten Bundesländern, darunter Brandenburg, Hessen oder Sachsen, ist dieser Satz ebenfalls gängige Praxis. Die gesetzliche Neuregelung zur Kostenteilung hat hier zwar für eine faire 50/50-Aufteilung zwischen Käufer und Verkäufer gesorgt, die Gesamthöhe der Provision aber unangetastet gelassen.
Spannender wird es in Bundesländern wie Bayern oder Hamburg. Dort sind die Provisionssätze traditionell etwas niedriger und bewegen sich oft in einer Spanne zwischen 6 % und 7 %. Hamburg sticht dabei besonders hervor, da hier historisch oft eine reine Verkäuferprovision üblich war – ein riesiger Vorteil für Käufer, die so komplett entlastet wurden.
Der entscheidende Faktor für die unterschiedlichen Sätze ist das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. In heiß umkämpfen Märkten konnten sich höhere Provisionen etablieren, während in ruhigeren Regionen der Wettbewerb unter den Maklern die Gebühren drückt.
Die folgende Grafik macht auf einen Blick deutlich, wie die Gesetzesänderung von 2020 die Lastenverteilung für Käufer und Verkäufer auf den Kopf gestellt hat.

Man sieht sofort den Wandel: Weg von der einseitigen Belastung des Käufers, hin zu einer partnerschaftlichen Kostenteilung, die heute fast überall der Standard ist.
Berlin im kontext der zahlen
Statistiken bestätigen Berlins Position im oberen Preissegment. Während die durchschnittliche Maklerprovision in Deutschland Ende 2023 bei 5,19 % netto lag, ist sie in Berlin und 13 weiteren Bundesländern fest bei 7,14 % brutto verankert. Ein direkter Vergleich mit Niedersachsen (4,76–7,14 %) oder Mecklenburg-Vorpommern (5,95 %) macht Berlins Premium-Status deutlich. Dort würde der Käuferanteil bei gleichem Kaufpreis oft spürbar niedriger ausfallen. Gleichzeitig deckt die Provision aber auch das unternehmerische Risiko des Maklers ab, denn immerhin führen rund 40 % der Aufträge nicht zum Abschluss. Tiefergehende Einblicke in die Struktur der Maklerprovisionen finden Sie bei der Ersten Hausverwaltung.
Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen schnellen Überblick, wie sich die Kosten in ausgewählten Bundesländern unterscheiden.
Übliche maklerprovisionen im vergleich der bundesländer
Ein Vergleich der Gesamtprovision (brutto) und der typischen Käuferanteile in ausgewählten deutschen Bundesländern.
| Bundesland | Gesamtprovision (inkl. MwSt.) | Typischer Käuferanteil |
|---|---|---|
| Berlin | 7,14 % | 3,57 % |
| Bayern | 6,00 % – 7,14 % | 3,00 % – 3,57 % |
| Hamburg | 6,25 % | 3,125 % |
| Niedersachsen | 4,76 % – 7,14 % | 2,38 % – 3,57 % |
| Sachsen | 7,14 % | 3,57 % |
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Wer aus einer Region mit niedrigeren Sätzen nach Berlin zieht, muss sich auf höhere Nebenkosten einstellen. Gleichzeitig zeigt die Tabelle aber auch, dass die faire Teilung der Kosten inzwischen bundesweit zum Standard geworden ist. Dieses Wissen hilft Ihnen, Angebote richtig einzuordnen und Ihre Finanzen sicher zu planen – egal, wo in Deutschland Sie suchen.
Welchen Wert ein Makler für sein Honorar liefert
Die Frage „Was kostet ein Makler?“ greift zu kurz, wenn man nicht auch fragt: Was bekomme ich eigentlich für mein Geld? Die Provision ist weit mehr als eine reine Vermittlungsgebühr. Sie ist eine Investition in ein umfassendes Paket aus Dienstleistung, Expertise und vor allem Sicherheit.
Ein guter Makler ist eben nicht nur ein Türöffner. Er ist Ihr persönlicher Projektmanager, Ihr Berater und Ihr Schutzschild in einem Prozess, der für die meisten Menschen eine der größten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens darstellt.
Stellen Sie sich den Immobilienkauf ruhig wie eine anspruchsvolle Expedition vor. Der Makler ist in diesem Bild Ihr erfahrener Guide. Er kennt das Terrain, die versteckten Gefahren und führt Sie sicher ans Ziel. Ohne ihn den Weg allein zu gehen, ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch schnell teuer und riskant werden. Das Honorar ist also der Preis für diese professionelle Führung.
Von der Marktanalyse bis zur Schlüsselübergabe
Ein seriöser Makler übernimmt eine ganze Reihe von Aufgaben, die weit über das bloße Aufschließen und Zeigen von Wohnungen hinausgehen. Sein wahrer Wert zeigt sich im Fachwissen, in der Zeit, die er Ihnen spart, und in der Minimierung von Risiken. Für den Verkäufer bedeutet das, den bestmöglichen Preis zu erzielen; für den Käufer, eine fundierte und sichere Entscheidung zu treffen.
Hier sind die wichtigsten Leistungen auf einen Blick:
- Realistische Immobilienbewertung: Der Makler kennt den Markt und ermittelt einen fairen Preis – basierend auf Lage, Zustand, Ausstattung und aktuellen Vergleichsobjekten. Das schützt Käufer vor überzogenen Forderungen und gibt Verkäufern eine solide Verhandlungsbasis.
- Professionelle Vermarktung: Er rückt die Immobilie ins beste Licht. Dazu gehört ein hochwertiges Exposé mit professionellen Fotos, überzeugenden Texten und allen wichtigen Unterlagen.
- Organisation und Koordination: Als zentrale Anlaufstelle managt er unzählige Anfragen, filtert ernsthafte Interessenten heraus und koordiniert den gesamten Besichtigungsmarathon. Das allein ist eine enorme Zeitersparnis für beide Seiten.
- Bonitätsprüfung: Bevor es ernst wird, prüft der Makler die Finanzierung des potenziellen Käufers. Das bewahrt den Verkäufer vor geplatzten Deals und monatelangen Verzögerungen.
Der Makler als Moderator und Absicherung
Eine der wichtigsten, aber oft unterschätzten Rollen des Maklers ist die des neutralen Vermittlers. Wenn es bei Preisverhandlungen oder anderen Themen zu Unstimmigkeiten kommt, ist er derjenige, der die Emotionen aus dem Spiel nimmt und lösungsorientiert auf einen Konsens hinarbeitet.
Ein Makler fungiert als Puffer zwischen den Parteien. Er übersetzt die Wünsche und Sorgen beider Seiten und sorgt dafür, dass die Verhandlungen sachlich und fair bleiben. Das ebnet oft erst den Weg für einen erfolgreichen Abschluss.
Darüber hinaus stellt er sicher, dass alle rechtlichen Anforderungen sauber erfüllt sind. Er bereitet die Unterlagen für den Notar vor, begleitet beide Parteien zum Beurkundungstermin und ist auch danach noch für Fragen da.
Diese professionelle Begleitung ist ein unschätzbarer Vorteil, der teure Fehler und rechtliche Fallstricke verhindert. Die Provision ist also auch eine Prämie für einen reibungslosen und sicheren Ablauf. Am Ende kaufen Sie nicht nur eine Dienstleistung, sondern vor allem Expertise und ein gutes Gefühl bei einer der wichtigsten Entscheidungen Ihres Lebens.
Wie Sie Maklerkosten clever umgehen oder zumindest senken können

Die Frage „Was kostet ein Makler?“ lässt sich natürlich auch umdrehen: Wie kann man diese Kosten geschickt reduzieren oder sogar komplett vermeiden? Es gibt tatsächlich einige legale und in der Praxis bewährte Wege, die Ihr Budget spürbar entlasten.
Das Geld, das Sie hier sparen, können Sie direkt in die Ausstattung Ihrer neuen vier Wände stecken oder zur Deckung anderer Kaufnebenkosten nutzen. Die effektivste Methode ist dabei, die Maklerprovision gar nicht erst anfallen zu lassen. Das klingt simpel, ist aber oft einfacher machbar, als man denkt.
Der Königsweg: Provisionsfrei direkt vom Bauträger kaufen
Die mit Abstand beste Strategie, um die Maklerkosten komplett zu umgehen, ist der Kauf einer Neubauwohnung direkt vom Projektentwickler. Wenn Sie wie bei den Projekten von D&H Ihre Immobilie direkt vom „Hersteller“ erwerben, fällt der Umweg über einen zwischengeschalteten Makler einfach weg.
Für Sie als Käufer hat dieser direkte Draht einen unschätzbaren finanziellen Vorteil: Es fällt keinerlei Käuferprovision an. Sie sparen sich die vollen 3,57 % des Kaufpreises, die in Berlin ansonsten fällig wären.
Was das in Zahlen bedeutet? Bei einer Eigentumswohnung für 500.000 Euro beträgt Ihre Ersparnis satte 17.850 Euro. Dieses Geld bleibt komplett bei Ihnen und steht für andere wichtige Dinge zur Verfügung.
Dieser Punkt macht Neubauprojekte nicht nur wegen ihrer modernen Ausstattung und Energieeffizienz so attraktiv, sondern auch aus reiner Kostensicht. Es ist der direkteste und sicherste Weg, die Nebenkosten beim Immobilienkauf deutlich zu drücken.
Verhandeln bei Bestandsimmobilien – wann es sich lohnt
Entscheiden Sie sich für eine Bestandsimmobilie mit Makler, sind die Einsparmöglichkeiten zwar geringer, aber nicht bei null. Wichtig zu wissen: Die Höhe der Provision ist nicht in Stein gemeißelt, sondern grundsätzlich frei verhandelbar. Auch wenn sich die 7,14 % Gesamtprovision in Berlin als Marktstandard etabliert haben, gibt es manchmal Spielraum.
Klar, Ihre Verhandlungsposition als Käufer ist meist nicht die stärkste. Aber es gibt Momente, in denen es sich lohnen kann, nachzuhaken:
- Lange Vermarktungsdauer: Liegt eine Immobilie schon eine Weile wie Blei in den Regalen, steigt die Bereitschaft von Verkäufer und Makler, über die Konditionen zu reden.
- Exklusiver Alleinauftrag: Ein Makler, der exklusiv beauftragt wurde, ist oft eher bereit, bei der Provision etwas nachzugeben, um den Deal endlich abzuschließen.
- Geringe Nachfrage: Ist der Markt gerade ruhig, stehen Ihre Chancen besser. In einem überhitzten Markt mit Dutzenden Interessenten ist Verhandeln hingegen fast aussichtslos.
Werfen Sie auf jeden Fall immer einen genauen Blick in den Maklervertrag. Achten Sie auf klare Formulierungen zur Fälligkeit und Höhe der Provision und lassen Sie sich alle Vereinbarungen schriftlich geben.
Weitere Strategien, um Kosten zu senken
Neben dem provisionsfreien Kauf gibt es noch andere Ansätze, die finanzielle Belastung zu optimieren. Eine naheliegende Option ist der Kauf von privat. Hier entfällt die Maklercourtage logischerweise komplett, da kein Vermittler involviert ist. Dieser Weg erfordert aber deutlich mehr Eigeninitiative bei der Suche, der Prüfung der Unterlagen und den Verhandlungen. Mehr zu den Vor- und Nachteilen erfahren Sie in unserem Beitrag zum Thema Hauskauf von Privat.
Abseits der direkten Kaufkosten können auch steuerliche Aspekte eine kleine Rolle spielen. Wenn Sie für Besichtigungen weite Strecken zurücklegen, lohnt sich ein Blick darauf, wie Sie eventuell Reisekosten steuerlich absetzen können.
Häufig gestellte Fragen zu Maklerkosten
Damit Sie bestens informiert sind, haben wir zum Abschluss unseres Leitfadens die häufigsten Fragen rund um die Maklerkosten zusammengefasst. Hier finden Sie klare und prägnante Antworten, die letzte Unsicherheiten beseitigen und Ihnen bei Ihren Entscheidungen noch mehr Sicherheit geben.
Ist die Maklerprovision verhandelbar?
Ja, auf dem Papier ist die Provision immer Verhandlungssache, denn eine feste gesetzliche Gebührenordnung gibt es nicht. Die Realität, besonders in einem heiß umkämpften Markt wie Berlin, sieht allerdings oft anders aus. Hier orientieren sich die meisten Makler an den üblichen Sätzen von insgesamt 7,14 %.
Den besten Hebel haben in der Regel Verkäufer, deren Immobilie besonders begehrt oder einfach zu vermitteln ist. Als Käufer ist die eigene Verhandlungsposition meist schwieriger. Der mit Abstand wirkungsvollste Weg, Kosten zu sparen, bleibt daher der Kauf einer provisionsfreien Wohnung – zum Beispiel direkt von einem Bauträger.
Wann wird die Maklerprovision fällig?
Ein gutes Prinzip vorweg: Die Maklerprovision ist ein reines Erfolgshonorar. Das heißt, Sie zahlen erst, wenn die Tinte auf dem notariellen Kaufvertrag trocken ist und der Deal damit rechtswirksam abgeschlossen wurde. Scheitert die Vermittlung, fallen für Sie auch keine Kosten an.
Die Zahlung selbst ist dann in der Regel wenige Tage nach der Vertragsunterzeichnung fällig. Den genauen Zeitpunkt finden Sie im Maklervertrag oder auf der Provisionsrechnung. Der Anspruch des Maklers besteht aber nur dann, wenn seine Arbeit auch nachweislich zum Vertragsabschluss geführt hat.
Was passiert mit der Provision, wenn der Kaufvertrag platzt?
Sollte der Kaufvertrag nach dem Notartermin aus irgendeinem Grund doch noch scheitern – etwa weil der Käufer den Kaufpreis nicht zahlen kann – bleibt der Provisionsanspruch des Maklers meistens bestehen. Seine Leistung, also die erfolgreiche Vermittlung, war mit der Unterschrift unter dem rechtsgültigen Vertrag erbracht.
Finden Käufer und Verkäufer aber schon vor dem Notartermin keine Einigung und es kommt gar nicht erst zu einem Vertrag, hat der Makler selbstverständlich keinen Anspruch auf eine Provision. In bestimmten Fällen kann auch das Widerrufsrecht eine Rolle spielen. Es lohnt sich also, die Details zum Widerrufsrecht bei einem Maklervertrag zu kennen.
Fallen Maklerkosten auch bei der Vermietung an?
Ja, auch bei Mietwohnungen sind Makler im Einsatz. Seit 2015 gilt hier aber ein sehr klares Bestellerprinzip. Die Regel ist simpel: Wer den Makler beauftragt, bezahlt ihn auch.
In der Praxis ist das fast immer der Vermieter, der einen passenden Mieter für seine Immobilie sucht. Als Mietsuchender zahlen Sie nur dann eine Provision, wenn Sie einem Makler einen exklusiven schriftlichen Suchauftrag erteilen – ein Fall, der im Alltag nur sehr selten vorkommt. Für Mieter ist die Wohnungssuche also in den allermeisten Fällen provisionsfrei.
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